Mit dem Motto überZEUGEnd feierte die Evangelische Landeskirche in Baden den 50. Henhöfertag am vergangenen Samstag mit einem ganztägigen Programm in der prächtig dekorierten Pestalozzihalle in Graben-Neudorf. Albert Frey, einer der bekanntesten Musiker der Lobpreislieder, begleitete den Tag und bereicherte die festliche Abendveranstaltung begleitet von Gitarre, Keyboard und Schlagzeug mit einfühlsamen und herausfordernden Stücken zum Mitsingen und Gott feiern. Die Kirchenleitung war vertreten durch Landesbischof Dr. Ulrich Fischer und die Präsidentin der Landessynode Justizrätin Margit Fleckenstein. Beide betonten, welche wichtigen Impulse der Henhöfertag für eine missionarische evangelische Kirche in den vergangenen 50 Jahren und vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten in die Landeskirche eingebracht hat, auch Dank des Leiters der Missionarischen Dienste und seines Vorgängers mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der AMD.
Vier Veranstaltungen bot der 50. Henhöfertag und ein Kinderprogramm. Beim Empfang der Kirchenleitung auf Landeskirchen- und Kirchenbezirksebene war der Saal mit neunzig Gästen gefüllt.
Aloys Henhöfer in Gestalt von Jörg Seiter hinterfragte humorvoll und tiefsinnig den Sinn eines solchen Tages und warum er dafür als Namensgeber herhalten sollte. Was Henhöfer in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der badischen Landeskirche bewegen wollte und bewegt hat, ist von bleibender Relevanz, Menschen sollen Jesus Christus als ihren Retter erkennen und mit ihm ihr Leben gestalten, die Bibel muss unters Volk kommen und ins Lebens gezogen werden und das Engagement für das Leben und für die, die besondere Hilfe brauchen, ist unverzichtbare Konsequenz des Glaubens. In der Erweckung, für die Henhöfer sich engagierte, liegen entscheidende Wurzeln für die Diakonie bis heute. Die gilt es wieder zu entdecken, um überzeugend zu sein als Kirche, Gemeinde und Christenmenschen.
Die sechs Seminare des Nachmittags entfalteten überzeugendes Christsein im Leben aus dankbarem Glauben mit Wort und Tat. In die Seminare führte Oberkirchenrat Dr. Kreplin ein, der Referent des Evangelischen Oberkirchenrats für Verkündigung in Gemeinde und Gesellschaft. Sein Referat zu Überzeugend vom Glauben sprechen ist hier nachzulesen.
Mit dem Frühstückstreffen und einem Vortrag von Hanspeter Wolfsberger wurde der Tag eröffnet. Sein Thema: Warum ich gern Christ bin. Sein Vertrauen auf Christus habe sich in entscheidenden Lebensfragen bewährt, die aktueller sind als viele wahr haben wollen, an der Gewissheit, wo meine Schuld mir abgenommen wird, was meinem Leben selbst in Katastrophen Sinn gibt und auf was ich mich freuen darf, wenn hier alles zu Ende ist. Der Vortrag kann wie der von Birgitt Winterhoff bei der Abendveranstaltung zum Motto des 50. Henhöfertags überZEUGEnd bei der AMD der Ekiba unter amd@ekiba.de bezogen werden. Das Referat von Birgit Winterhoff kann man bereits hier nachlesen. Die Leiterin der AmD in der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Koalition für Evangelisation in Deutschland verlockte zu einem engagierten Christsein, unaufdringlich, behutsam aber auch mutig den Glauben in unserer Gesellschaft zu bezeugen. Dazu ist einladend gelebtes Christsein wichtig und ein österlicher und solidarischer Lebensstil. Die Sprachfähigkeit beim Glauben soll in Erzählgemeinschaften geübt werden. Die geplante EKD weite Kampagne im Spätjahr 2011 Kurse zum Glauben ist dafür eine Chance.
Überzeugend war der 50. Henhöfertag auch durch die hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn vorbereiteten und durchführten. Ein starker Posaunenchor von Bläsern des Kirchenbezirks Karlsruhe-Land brachte musikalischen Schwung. Die herzliche und gastfreundliche Atmosphäre förderte das ermutigende und einladende Fest des Glaubens, der Gemeinschaft und der Mission.